Konzeption

Wrestlingtraining

Konzept für ein geschlechtsspezifisches Angebot für Jungen im Jugendhaus Hardhöhe

„Wrestling“ ist bei den Jungen im Jugendhaus seit geraumer Zeit sehr beliebt. Sie sehen sich die brutalen Showkämpfe im Fernsehen an und spielen die Kämpfe ihrer „Helden“ auf der Matte der Jugendhausturnhalle nach. Hierbei kam es immer wieder zu Verletzungen und Streitereien untereinander, aber auch mit anderen Besuchern des Jugendhauses, die die Halle nutzen wollten. Das Jugendhausteam stand vor der Entscheidung, „Wrestling“ im Jugendhaus entweder zu verbieten oder es in einem anderen Rahmen stattfinden zu lassen. Entschieden wurde, dass die Berücksichtigung der Wünsche, Interessen und Bedürfnisse der Kinder (und Jugendlichen) bei der Arbeit im Jugendhaus Priorität hat. Die Förderung und Unterstützung von freiwilligen bzw. selbst initiierten Aktivitäten der Besucher haben grundsätzlich Vorrang.

Sebastian Fischer stellt ein Konzept für ein geschlechtsspezifisches Angebot für Jungen dar, das die Gewaltproblematik aufgreift und mit dem Angebot eines sorgsam gestalteten Wrestlingtrainings beantwortet. Der Autor skizziert Ausgangssituation und Zielgruppe dieses Praxisansatzes, der medieninduzierten Gewaltvorstellungen jüngerer Jugendlicher begegnet und sie zivilisiert. Im Einzelnen werden Zielsetzung und Ablauf des Trainings dargestellt.

Nachlesbar in: deutsche jugend, Heft 1 (2009), S. 016-022

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